Aus der Probenarbeit der 12. Klasse

Zwölftklassstück „Der Besuch der alten Dame“

Ein Mord, Geld, eine alte Liebschaft und Momente, in denen man in Gelächter ausbricht. Was wie ein Blockbuster klingt ist eigentlich das Theaterstück „Der Besuch der alten Dame“. Nicht umsonst haben wir uns also am Ende eines langen Stückwahl-Wochenendes für Dürrenmatts Klassiker entschieden.

Am Anfang des Schuljahres stellte sich die Frage, welches Theaterstück wir als zwölfte Klasse spielen wollen. Die nähere Auswahl fiel auf „Jedermann“, „Was ihr wollt“, „Die Truman-Show“, „Der gute Mensch von Sezuan“ und eben „Der Besuch der alten Dame“. Nach einem Wochenende, an dem wir uns zuerst einen groben Überblick über die Stücke verschafften und heftig diskutierten, waren unsere Finalisten Brechts „Guter Mensch“ und Dürrenmatts „Alte Dame“. Wir setzten uns stark mit den beiden Stücken und den dargestellten Problematiken auseinander. Schließlich, sicherlich auch durch die Komik in Dürrenmatts Stück motiviert, machte die alte Dame das Rennen.

Kapitalismuskritik, die Frage nach der Moral sowie die zeitlose Aktualität. Diese Aspekte faszinierten und faszinieren uns besonders am Stück.

Die endgültige Entscheidung für ein Stück war gefällt, die Rollen waren verteilt. Somit fehlte nur noch die Zeit zum Lernen des Textes, die Weihnachtsferien kamen also wie bestellt. Am Montag nach den Ferien sollte die erste Probenwoche beginnen. Den noch nicht wiedergefundenen Schlafrhythmus in den Knochen kamen wir als Klasse im Theater an, nachdem wir bis 14 Uhr Unterricht hatten. Anschließend an die Besprechung von Organisatorischem fingen wir unter der Anleitung von Noelle und Marcel an, bestimmte Übungen zu machen. Sie zielten auf körperliche Betätigung, Entspannung oder Zusammenhalt ab.

Diese oder ähnliche Spiele spielten wir im Laufe der Woche noch mehrmals. Sie forderten uns zunehmend zum Schauspielern und vor allem zum Improvisieren heraus. Wir waren mit Freude dabei und versuchten, unsere womöglich vorhandenen Unsicherheiten zu vergessen.

Vor dem aktiven Teil des Tages standen wir stets im Austausch mit Noelle und Marcel, um organisatorische Fragen zu beantworten oder allgemeinen Fragestellungen zu unserem Stück auf den Grund zu gehen.

Am Donnerstag fingen wir schließlich mit den ersten Stellproben an. Der Prozess, uns den „Besuch der alten Dame“ zu eigen zu machen war bis jetzt sehr interessant. Wir freuen uns auf die kommenden Wochen, in denen wir noch intensiver in das Stück einsteigen werden, bis wir am Ende alle auf der Bühne stehen und das Ergebnis präsentieren werden.

Emma Karl und Carl Mau

Wochenbericht 2. Woche (17. 01- 21. 01)

„So langsam sollte der Text sitzen“, so ähnlich lautete wohl das Motto der zweiten Woche der Proben für unser Klassenspiel.

Der Spagat zwischen Schulaufgaben und Theater brachte uns letzte Woche ein bisschen an unsere Grenzen. Obwohl sich die ersten Ideen zu Bühnenbild, Kostüm und der Inszenierung insgesamt langsam konkretisierten, konzentrierten wir uns primär auf die Stellproben. Obwohl weder ein Bühnenbild, noch Kostüme die Proben unterstützten, konnten wir uns langsam in das Schauspiel einfühlen. Dürrenmatts Dramatik und Komik kamen dabei sowohl bei uns als auch im, bis jetzt nur durch Noelle und Marcel gefüllten, Zuschauerraum an.

Das lag sicher auch daran, dass wir durch das Training auf der Bühne immer sicherer werden.

Haben Sie sich schon mal vorgestellt Grießbrei im Kopf oder einen Amboss im Bauch zu haben. Wir auch nicht! Letzte Woche sah unser Training aber genau so aus. Diese und auch die anderen Übungen sollten uns der Möglichkeit näher bringen unserer Rollen realistisch darzustellen.

Wir freuen uns sehr auf die kommende Woche und die noch intensivere Beschäftigung mit dem Stück. Dabei hilft es natürlich auch, dass wir inzwischen nur noch den Hauptunterricht besuchen müssen und den Rest der Zeit für die Inszenierung verwenden können.

Greta Baschny und Carl Mau

 

Veranstaltungen

Schule macht Theater

"Ob es Schauspieler, Regisseure und überhaupt das Theatervolk gäbe, wenn wir nicht schon als Kinder fasziniert gewesen wären davon, dass Menschen sich auf eine Bühne stellen und einander etwas vorspielen?"
Dieter Dorn, Theatermacher

 

Die Rudolf-Steiner-Schule Schwabing bezieht ihr Selbstverständnis aus der Waldorf-Pädagogik und ist allen Kindern zugänglich. Ihre Unterrichte fußen auf einem Lehrplan der Kopf, Herz und Hand gleichermaßen berücksichtigt. So fördert er die Begabungen der Schüler ganzheitlich: kognitiv und künstlerisch; handwerkliche und körperliche Erziehung stehen miteinander im Einklang. Der Unterricht spricht den Schüler also nicht einseitig an, sondern umfassend in seiner individuellen Ganzheit.

Unsere Schauspielarbeit beinhaltet einen wesentlichen Teil der vorgenannten Ganzheit: die Jugendlichen verwandeln erlebte Literatur in Figuren und Rollen. Wie kein Unterrichtsfach verändert die Theaterarbeit den ganzen Menschen.

Unsere Schüler stehen seit ihrem ersten Schultag auf der Bühne: bei der Einschulung und später dann zu Aufführungen ihrer Klasse, bei der Monatsfeier oder dem Maifest und Adventsfest.

Die eigentliche Theater-Projektarbeit beginnt für die Schüler in der 6. Klasse mit einem Stück aus dem Fremdsprachenunterricht. Mit dem 8.- und 12.-Klass-Spiel wird erstmals ein abendfüllendes Stück aufgeführt. Wie kein anderes Schul-Projekt schult das Klassenspiel in vielen Bereichen durch effiziente Organisation von Rollenkenntnis, Kostümen, Kulissen, Requisiten, Plakat, Programmheft, Pressemitteilung und Zeit. Viele Tugenden wie Umsicht, Verantwortung, Verbindlichkeit, Vorausschau kommen dabei zum Tragen.

Theatervermietung

 

Sie können unser Theater für Ihre Veranstaltung mieten.

Das mitten in Schwabing zentral gelegene Theater Leo17 ist  bestens mit Bus und U- Bahn erreichbar.
Wir bieten Ihnen einen Raum mit 500 Sitzplätzen, eine hervorragende Akustik, eine Theaterbühne mit guter technischer Ausstattung und persönlicher und professioneller Betreuung.

Unser Haus eignet sich besonders für:

  • Schauspiel
  • Tanz- und Ballet-Vorstellungen
  • Kammerkonzerte
  • Kleine Orchesterkonzerte
  • Chorkonzerte
  • Solokonzerte
  • Vorträge
  • Lesungen
  • Agentur-Vorsingen, -Vorsprechen
  • Location für Film und Fernsehen

Wichtige Daten zum Theater Leo17

Saal:
500 Sitzplätze (feste Bestuhlung) davon 2 Rollstuhlplätze
Saal mit Tageslicht sowie Vollverdunkelung

Bühne:
Portalbreite - 8,9 m
Portalhöhe - 3,6 m
Bühnenbreite zwischen Mauern - 12,7 m
Bühnentiefe EV bis Rückwand zur Hinterbühne - 8,0 m
Vorbühnentiefe bis EV - 2,0 m
Hinterbühnenbreite - 9,0 m
Hinterbühnentiefe - 4,3 m
Saallänge Portalwand bis Rückwand - 20,4 m
Höhe der Handkonterzüge max. - 5,2 m

2 Künstlergarderoben  für jeweils max. 10 Personen
weitere Künstlergarderoben auf Anfrage

Technische Ausstattung im Überblick

  • Bühne mit Handkonterzügen:
  • Schwarzer Aushang (Samt)
  • Bühnenteppich
  • Tanzboden schwarz
  • Filmleinwand als Operafolie
  • Operafolie anthrazit
  • 12 Bühnenpodeste 1×2 m (Scherenpodeste)
  • Rückprojektion mit Beamer (6000 Ansi Lumen)
  • Bühnenbeleuchtung mit 108 Kreisen à 2,2 KW
  • Tonmischpult mit Zuspieler (CD Player) und Mikrofonen
  • Beschallung für Zuschauerraum und Bühne

Foyer:
Foyer mit Kasse und Publikumsgarderobe im Kellergeschoss.

Vermietung:

Wenn Sie Interesse an der Anmietung unseres Theaters für Ihre Veranstaltung haben, bitten wir Sie, uns eine e-mail zu senden.
Bitte nennen Sie dabei:

  • Veranstalter mit Name, Anschrift, Ansprechpartner, Telefonnummer
  • Titel und Art der Veranstaltung (z.B. Schauspiel, Konzert, Tagung, Ballett, Tanz etc.)
  • Gewünschter Zeitraum für Aufführungen und Proben/ Technische Einrichtung
  • voraussichtlich benötigte Technik seitens Leo17
  • eigene Technik, wenn ja welche?
  • eigene Techniker?

Infos zum Downloaden:

Theater LEO17 – Grundriss (PDF, 117 KB)

Alle Infos zum Download (PDF, 111 kb)

Ansprechpartner für Vermietung:

Wilfried Kresiment
theater@leo17.de
Tel 089 38014032