Theateraufführung der 12. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule Schwabing
„Das schweigende Klassenzimmer“ – eine Geschichte von Mut, Repression und Zusammenhalt, inszeniert von Simeon Wutte und gespielt von der 12. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule Schwabing.
Handlung
Im Herbst des Jahres 1956 erhebt sich die ungarische Bevölkerung in Budapest gegen das sozialistische Regime. Aus Solidarität mit den gefallenen Freiheitskämpfern schweigt eine Abiturklasse in der DDR zwei Minuten zu Beginn des Unterrichts. Was als menschliche Geste beginnt, entwickelt sich schnell zu einem ernsten Konflikt mit dem autoritären Staatssystem. Die Jugendlichen gründen ihren Protest auf Informationen, die sie offiziell nicht haben, denn in der DDR wird über den Aufstand anders berichtet, als die Klasse es aus dem Westradio hört. Und so stellt sich für die Schülerinnen und Schüler schnell die Frage nach Zusammenhalt. Wenn nämlich niemand die Schuld auf sich nimmt, wird die Klasse kurz vor dem Abschluss der Schule verwiesen.
Historischer Hintergrund
Der Ungarnaufstand begann Ende Oktober 1956 mit einer Großdemonstration von Studentinnen und Studenten und wurde von dem sozialistischen Regime niedergeschlagen. Innerhalb weniger Tage etablierte sich eine neue Regierung unter Imre Nagy und erklärte Ungarns Neutralität und den Austritt aus dem Warschauer Pakt. Der Freiheitskampf endete mit der Invasion der Sowjetarmee und der anschließenden Hinrichtung der Revolutionäre durch die kommunistischen Machthaber. Seit 1989 ist der 23. Oktober der ungarische Nationalfeiertag.
Inszenierung
Das Stück basiert auf einem wahren Ereignis. 2006 veröffentlichte einer der betroffenen Schüler, Dietrich Garstka, einen Roman über die Erlebnisse und folgenden Konsequenzen seiner Klasse. Im Zentrum der Inszenierung stehen Themen wie Mut, Solidarität, Zivilcourage, Meinungsfreiheit sowie das Leben und Erwachsenwerden in der DDR. Eindrucksvoll zeigt das Stück, welche Auswirkungen kritisches Denken und eigenes Handeln insbesondere in einem autoritären Regime haben kann und wie viel Kraft im gemeinsamen Handeln liegt.
Die Theaterpädagogik und Regie liegen bei Simeon Wutte, unterstützt von Claudia Kiessl. Für Kostüm und Maske verantwortlich ist Katharina Brunnenkant. Sebastian Schnorr leitet die Arbeit an Bühne und Licht, Giorgi Makhoshvili hat die musikalische Leitung, Moritz Torsiep unterstützt die musikalische Gestaltung und Chiara Görig ist für Choreografie und Tanz zuständig. Selbstverständlich sind wir als Klasse ebenfalls an den Arbeiten beteiligt.
Infos zur Aufführung
Wo:
Theater LEO17
Leopoldstraße 17
80802 München
Wann:
Samstag, 7.2. 19:30 Uhr
Sonntag, 8.2. 16:00Uhr
Montag, 9.2. 11:00Uhr
Montag, 9.2. 19:30 Uhr
Dienstag, 10.2. 19:30 Uhr
Mittwoch, 11.2. 19:30 Uhr
Tickets:
Eine Kartenreservierung ist per E-Mail unter klassenzimmer@leo17.de möglich.
Aktuelle Einblicke in die Proben und Hintergründe zur Inszenierung finden Sie hier:
TikTok: @das.Klassenzimmer
Instagram: @theaterleo17
Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen!
Probenbilder, Copyright: Suryan Jain


